schneewanderer
Lyrik
26. Januar 2011
fortgang
weine ruhig
weine leise
weine lange
weine mit uns
aber
bringe sie
durcheinander
die tränen
bringe
uns
wieder
und
wieder hin
zum lachen
so vergehen
hundert jahre
und der spruch
erfüllt sich
gerhard gewidmet
© schneewanderer
langhurst XV
teil
immer nur
gewesen
vom großen
vom kleinen
ich selbst
teil geworden
mitteilsam
und fremd
nicht alle
erstgeborenen
pflanzen einen baum
einer darunter
der schreibt
der erde
heimkehr
unter
die
haut
© schneewanderer
karthago
es ist verboten in richtung präsidentenpalast zu fotografieren
schatten erst
in den gräbern
da wo er sich
lange hält
länger als
die herrscher
die neuen paläste
drohen schon wieder
keinen steinwurf entfernt
der nicht stattfinden wird
© schneewanderer
17. Januar 2011
maßnahme
so daß
deine hand
reicht
bis zur meinen
in deinen
augen
ich mich
verliere
wieder finde
mit diesem maß
beginne ich
alle meine tage
die so eigen
gar nicht mehr
sein wollen
© schneewanderer
wetterbericht
er
schläft
wieder
der
winter
voller träume
in der nacht
wie du
wecke ich
nur einen
wecke ich
keinen
was also tun
an einem morgen
wie diesem?
erst dich küssen
dann den himmel
darauf warten
daß du mich küßt
und der schnee
© schneewanderer
jahrgang
hier war ich
lange vor dir
einer im schnee
einer unter
der stille
am letzten
tag des jahres
sagst du mir
es ist immer
der erste
darum
küßte ich
diesen baum
nach dir
© schneewanderer
zwei im kreis
gehen
lernen
irgendwann
beide
aber vorher
liegt einer
neben dem
anderen
stumm
glücklich
müde
vom kurzen leben
müde
vom langen leben
wir
glücklich
um den einen
um den anderen
dem großvater
dem enkel
© schneewanderer
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