schneewanderer
Lyrik
27. März 2012
thuja
verzeihe uns
das hand an
dich legen
unseren drang
nach geradem
den wurzeln
blieben
wir fern
dieser quelle
an korrektur
menschlichem
empfindens
© schneewanderer
22. März 2012
den störchen
macht ihm beine
diesem winter
wie ihr sie habt
macht ihm einen
schnabel der jeden
frosch verjagt
nehmt euch jeden acker
nehmt euch jedes land
vertreibt den winter wacker
alles was ihn mit dem jahr verband
© schneewanderer
toulouse
jeder
den wir
menschen
uns trauen
gott zu nennen
sollte es
nicht wagen
daß wir einen menschen
feind nennen
© schneewanderer
18. März 2012
kommentar
immer das
ziel verfehlend
hat man den
schreibenden im visier
nicht das geschriebene
© schneewanderer
schlachtruf
krieg den anderen
denen die nach mir
den morgen wilkommen
heißen wollen
lange vor euch
war ich es
die amsel
der nacht ein
ende zu bereiten
© schneewanderer
schlafwort
da waren worte
fast im schlaf schon
nimm die nächsten
nimm die anderen
uns lasse ziehen
ins vergessen
© schneewanderer
schauen XI
der garten unten
ein eiland irgendwann
bis dahin halten
die gestrandeten
ihre nassen flügel in den wind
und ich versuche
ihnen glaubhaft
festland zu versprechen
© schneewanderer
nachtstück
mich hindert
kein schlaf
beim wort
in deinen
falle ich
träumst
du ihn
ins wache mir
© schneewanderer
12. März 2012
MRT
lautes bild
genaues bild
durch dich
ein schnitt
durch alles
sogar durchs leben
© schneewanderer
10. März 2012
mauerstück
schatten immer noch
in jede himmelsrichtung
nie waren es zwei himmel
nie nur eine hölle
nur der mensch
heute noch beschäftigt
mit erinnern und vergessen
© schneewanderer
5. März 2012
taufschein
nichts stand darin
nichts von den worten
nichts von der zahnlücke
ein leeres blatt papier
das ich beschreiben
sollte mit leben
dem eigenen
den anderen
© schneewanderer
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