schneewanderer
Lyrik
28. August 2017
versäumnis
stille
als antwort
sogar in unseren
lautesten momenten
fraglos
trägt sie uns
wir aber ertragen
sie nicht
uneinsichtige
mit dem ewigen bedürfnis
uns mitzuteilen
© schneewanderer
schwelle
ein verzagter
sonnenaufgang
droht
halbherzig
hartherzig
auch auf
mein bitten hin
keine antwort
ob er eine tür
öffnet oder schließt
© schneewanderer
vom reichtum
ahnen
ahnhäufen
das zuviel
meiden
durch das
wenige
an worten
aber die genügen
für ein glänzen
© schneewanderer
16. August 2017
luftwort
den atem
vermissen
wie jenes wort
von dem ich dachte
es würde gebraucht
von keinem
soll es heißen
notwendig
außer diesem einen
das ich
dauerhaft
verschweigen werde
© schneewanderer
11. August 2017
gute reise
nun schwimmt er davon
auf einem traurigen
freitagnachmittag
dieser leichgläubige sommer
irgendeiner hat ihm erzählt
geduld
nur
geduld
vertraue keinem
der dich
verrät an
das kommende
© schneewanderer
2. August 2017
unter zunehmenden monden
verwegen der gedanke
den schmetterlingen
zu lauschen
aber keinem anderen
leihe ich mein ohr
sommers
da die himmel
nichts gutes
verheißen
© schneewanderer
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