schneewanderer
Lyrik
30. September 2018
strömung
irgendwo
ist greifbares
unabwendbar
unvermeidlich
dorthin treibt
es mich
die paar
paar
worte
zu verlieren
in denen ich
ertrinken werde
© schneewanderer
15. September 2018
redewendung
guten morgen
alles gute
die besten wünsche
viel glück
die paar jahre noch
es wird nicht mehr
eingeschlafen
© schneewanderer
2. September 2018
fehlende landschaft
kein mond
kein licht
keine erde
keine nacht
nun liegt
es an mir
linien
zu ziehen
die schatten
werfen
auf alles
verzichtbare
© schneewanderer
kurschatten
nur diese
zwei ohren
im gepäck
nach drei tagen
waren sie verbraucht
hier sah ich
klagemauern wachsen
zwischen ergometertraining
und ernährungspyramide
mit mörtel aus neid
der zunge als kelle
nie wurde er müde
dieser schatten
712 meter
über meereshöhe
© schneewanderer
1. September 2018
monolog
alles ist heilbar
sogar der
glaube daran
© schneewanderer
sommertod
wie war dein name?
ein regentag auf
der schwelle
in die nächsten farben
und schon fällt es
schwer das erinnern
sag du mir
ob ich trauern soll
traue du mir
was ich antworten werde
© schneewanderer
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