schneewanderer
Lyrik
26. November 2020
zuversicht II
mit allem
am anfang
an jedem morgen
von deinen worten
geschrieben
gesprochen
gefühlt
neugieriger
zu dem
du mich
wieder
gemacht hast
für s.
© schneewanderer
23. November 2020
venetoclax
ein neuer feind
gegen einen
anderen
neuen feind
einer wird
mein freund
werden
einer wird
mein feind bleiben
mein letzter
© schneewanderer
zuversicht
auch morgen
dich hören
am morgen
dir folgen
nicht überall hin
aber soweit
dass vermissen
teil wird
in deiner stimme
in meiner
für s.
© schneewanderer
19. November 2020
unerwartetes blau
zufrieden gewesen
mit den kanadagänsen
unten am löschwasserteich
zwischen zwei visiten
erinnerten sie mich
laut an anderes
der eisvogel
aber
rief mir
meine flügel
wieder ins gedächtnis
© schneewanderer
gepäck
leicht
daran zu tragen
an deinen worten
dem vertrauten
an ihnen
kurze reise
in den schlaf
auf die du mich
schickst
bis morgen
klingt
vertrauenswürdig
jedes mal
für s.
© schneewanderer
ratschlag
nicht immer
nicht zuerst
sich zurück ziehen
auf die eigene wahrheit
sie ist nie ganz
nie alleine
nie endgültig
hören
auf eine
andere stimme
die ist dann
so anders
gar nicht
für s.
© schneewanderer
17. November 2020
heidelberg neuenheimer feld 410
hier ist
die welt
halbwegs steril
immer zuviel
an weiß
immer den
hubschrauber
im ohr
vom dach
gegenüber
immer nur
blut
dass sie
mir nehmen
hoffnung geben dafür
den menschen
auf station ackermann
© schneewanderer
6. November 2020
in die nacht hinein
deine stimme
mein bild
von dir
alles was gesagt
zwischen uns
alles was getan
alles
begleitet mich
in meinem schlaf
in meinem wachsein
für s.
© schneewanderer
4. November 2020
Heidelberg Neuenheimer Feld 440
eine stadt
in der stadt
neonumhüllt
hier trug ich
meine haut
zu markte
vergass dabei
das feilschen
© schneewanderer
1. November 2020
kindermund
der onkel
hat seine
haare verloren
sie sind
nur gewandert
von oben
dahin
wo man sie
nicht gleich sieht
ich gleich
mit ihnen
durch die jahre
bis dorthin
wo jeder kamm
seine furcht verliert
© schneewanderer
reformationstag 2020
eine amsel
erschreckt
zugehört
erinnert
immer noch
vertraut
ihre stimme
tote sicherheit
die mir ins leben redet
am grab meiner mutter
© schneewanderer
weltbild
erst aus
der nähe
macht er sinn
jeder einzelne blick
auf mich
dieses welt
schauen
dorthin wo
das glück wohnt
wo der schmerz
mich erwartet
an ihren tisch setzen
nie mehr
hungrig
nie mehr
durstig
nie mehr
aufhören wollen
zu sehen
© schneewanderer
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