Laß dir ein Glas Wein einschenken wir wollen die Kerze löschen und Nacht sein Stumm dem Nichtgesagten lauschen das mir jetzt wichtiger erscheint als jedes Wort Decke mich zu mit deiner Wärme ich werde dir die Augen schließen damit auch du diesen roten Mond sehen kannst
Will dir noch einmal begegnen wie vor dem Wort Reden bis der Kopf leichter wird vom Reden Gehen nicht Hand in Hand aber auch nicht ohne Ziel Kein Abschied dann weil wir zu ihm schon fähig waren
Rührend und hilflos fast dein Bemühen am Telefon nicht zu verletzen Mir den Abstand näher zu bringen hättest du dein Herz nicht in die Hand nehmen müssen Belaß es an dem Platz wo ich es immer schon vermutet hatte
Wie dich denn in diese Nacht gehen lassen die ihren Morgen schon kennt? Diese Achtung mit der du dich umgabst spürbar wie dieser Kuß der gar nicht statt fand Und doch deinen nackten Füßen nachsetzen diese ganze, kalte Treppe hinunter
Nein es ist nichts Ja es ist diese Frau in ihrer ganzen Würde
Um Moral in Frage zu stellen, bedarf es ihrer Definition So dürfen also Gefühle nicht unmoralisch sein Wie wäre es, dich zu fragen, ob ich dich lieben darf
Manche Blicke teilen mich in zwei Hälften Die Eine gläsern dann Die Andere dunkler als jedes Wort mit dem ich mich umgebe Große, ernste Mädchen üben sie bevor sie ins Leben zurückkehren